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WIEVIEL DISHARMONIE KANNST DU AUSHALTEN?

Keine Frage, wir mögen es alle lieber nett, harmonisch und kuschlig, ganz besonders mit den Menschen, die uns besonders nahe stehen.

Aber das ist schlichtweg unmöglich, wenn Menschen mit unterschiedlichen Werten, Interessen und Sichtweisen zusammenkommen.

Jetzt gerade in dieser Ausnahmesituation, in der Familien und Paare sehr lange und häufig nah aufeinandersitzen, wir kaum Möglichkeiten zur Flucht oder Ablenkung haben, kocht dieses Thema so richtig schön hoch…

Wie oft, nicht nur jetzt während der Corona-Phase, höre ich das bei meinen Klientinnen:

„Ich kann es nicht aushalten, wenn es unharmonisch ist“

oder

„Ich war schon immer diejenige, die für Harmonie in der Familie gesorgt hat.“

oder gar

„Ich gebe lieber nach, auch wenn ich mich nicht gut dabei fühle.“

Keine Frage, keiner von uns kann sich und seine Bedürfnisse immer voll ausleben. Wir finden Lösungen, schließen Kompromissse oder akzeptieren schlicht und ergreifend die unterschiedlichen Standpunkte.

Wenn aber immer nur EINER bzw. EINE ständig zurücksteckt, nur um den „lieben Frieden“ zu bewahren, dann wird es sehr grenzwertig!

Dabei gibt es zwei Möglichkeiten:

Szenario 1: Es kommt erst gar nicht zu einer Meinungsverschiedenheit, weil einer von beiden gleich einlenkt, es dem anderen versucht rechtzumachen oder einfach seine Bedürfnisse hinten anstellt.

So ganz aufrichtig ist das natürlich nicht. Harmoniesüchtige Menschen belügen außer sich selbst auch die anderen, ohne dass es ihnen bewusst wird.  Nach außen zeigen sie ihre Friede-Freude-Eierkuchen-Fassade und im Inneren beginnt es, gefährlich zu brodeln. Meist fällt das Gegenüber aus allen Wolken, wenn es dann doch einmal zu einem Temperamentsausbruch kommt.

Wer zu Harmoniesucht neigt, tendiert auch dazu, aufzurechnen. Mit einem computerähnlichen Gedächtnis wird alles vermerkt, wo man sich vermeintlich aufgeopfert hat. Doch irgendwann bringt ein winziger Tropfen das Fass zum Überlaufen un der sonst so harmoniebedürftige Mensch explodiert geradezu. Und das kann dann richtig destruktiv sein und viel größeren Schaden verursachen als eine rechtzeitige Kritik oder ein ehrliches Nein.

Szenario 2:  Es kommt zu einer Auseinandersetzung und die Fronten sind erstmal verhärtet. Beide sind stur, meist in ihrem Ego verletzt, beharren auf ihrer Meinung.

Hier könnte  man das Ganze einfach mal stehen lassen, sich für ein paar Stunden aus dem Weg gehen oder drüber schlafen, bis man wieder einen klaren Kopf hat und die Dinge weniger emotional geladen sind. Und man vielleicht auch den Standpunkt des anderen näher betrachten kann.

Aber genau das halten viele einfach nicht aus.  Diesen Zustand der Disharmonie für eine Weile zu ertragen kommt fast einer Folter gleich!

Horrorszenarien, die Beziehung wäre am Ende, wenn man sich nicht gleich verträgt.

Oder Vater und Mutter oder gar das eigene Kind würden einen ablehnen…

Angst vor Verlust und Angst vor Ablehnung breiten sich wie schleichendes Gift in uns aus.

Als „disease to please“ (also die „Um-jeden-Preis-gefallen-wollen-Krankheit“) wurde dieses weit verbreitete Phänomen von der amerikanischen Talkshow-Queen Oprah Winfrey bezeichnet.

Davon ganz besonders betroffen sind  insbesondere Frauen, die schon in ihrer Kindheit gelernt haben, dass Mädchen lieb, brav und angepasst sein müssen, um Zuwendung zu erhalten.

Wir tun dann fast ALLES, um wieder eine Verbindung herzustellen, und ist sie auch noch so fragwürdig. Wir knicken ein, gehen stinkfaule Kompromisse ein und verraten unsere Werte. Und werden dabei immer kleiner und kleiner, lassen zu, dass unser Selbstwertgefühl immer weiter schrumpft.

Aber wie schafft es eine einzige Auseinandersetzung, ja manchmal nur ein missbilligender Blick des Anderen, solche Angstgefühle in uns auszulösen, dass wir uns selbst derart klein machen?

Wir machen hier sprichwörtlich aus Mücken Elefanten!

Denn nicht die aktuelle Situation ist so bedrohlich!

Sie triggert lediglich Angst- und Verlustgefühle, die wir schon sehr sehr lange in uns tragen. Meist seit unserer frühen Kindheit. Und damals waren Verlust oder Ablehnung für uns tatsächlich potentiell lebensgefährlich! Als Kinder sind wir auf die Zugehörigkeit zu unserer Familie angewiesen und tun ALLES, um diese zu gewährleisten! Wir passen uns an alle Gegebenheiten an und entwickeln daraus unsere Glaubenssysteme, wie die Welt funktioniert uns wie wir uns darin zu verhalten haben.

Häufige Glaubensmuster, die ich oft bei meinen Klienten mit übertriebenem Harmoniebedürfnis kinesiologisch teste:

Ich muss es allen recht machen!

Ich muss immer für Harmonie sorgen!

Meine Bedürfnisse sind nicht so wichtig!

In einer Beziehung muss ich mich unterordnen!

Ich muss auf die Launen meines gegenübers Rücksicht nehmen!

Ich bin verantwortlich für die Gefühle meines Gegenübers!

Ich bin es nicht wert geliebt zu werden!

Ich darf keine Ansprüche stellen!

Ich darf nicht enttäuschen!

Ich muss alle Erwartungen erfüllen!

Ich bin nicht ….. genug!

Und wenn Dein Partner Dich dann heute kritisiert oder missbilligend anschaut, dann wird sofort Dein Angstzentrum aktiviert, Dein Reaktion läuft automatisiert nach dem alten Muster ab. Du bist wieder das kleine Mädchen oder der kleine Junge von damals, der sich anpasst an eine launische Mutter, einen cholerischen Vater, streitende Eltern… und alles tut, um irgendwie Aufmerksamkeit, Liebe, Nähe und Zugehörigkeit zu sichern.

Dein bewusst denkender Verstand kommt hier gar nicht erst zum Einsatz.

Die gute Nachricht ist: wir können diese Glaubensmuster verändern! 

In meiner Coaching- und Transformationsarbeit gehen wir genau diese alten Glaubensmuster an und es ist sooo schön zu erleben, wie die Klienten es immer besser schaffen, an den richtigen Stellen JA zu sich selbst und NEIN zu faulen Zugeständnissen  zu sagen, gesunde Grenzen zu setzen und Beziehungen auf Augenhöhe zu führen.

Am Anfang steht das Erkennen der Muster und Zusammenhänge. Dann ist der Schritt in die Veränderung viel leichter, weil Du einen Plan hast.

In meinem Workbook zeige ich Dir Wege, Deine einschränkenden Denkmuster zu finden, sie positiv zu verändern und dann die neuen Programme zu stärken.

Im Workbook geht es zuerst mal um DICH!

Um Deine Grundmuster und Überzeugungen zu Dir, Deinem Selbstwert und der Art und Weise, wie Du gelernt hast, Aufmerksamkeit und Zugehörigkeit zu erfahren (oder Schmerz zu vermeiden). Denn hier bei Dir beginnt nunmal alles.

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